Mittlerweile 35 Intensiv-Beatmungsplätze in den Rottal-Inn-Kliniken

Der Corona-Virus wirkt sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus. Diejenigen, die er am schwersten trifft, müssen im Krankenhaus auf der Intensivstation betreut und evtl. beatmet werden. Derzeit versuchen die meisten Krankenhäuser der Forderung von Staats- und Bundesregierung zu folgen und ihre Intensiv- Beatmungsplätze zu verdoppelt.

Im Landkreis Rottal-Inn ist man hier schon zu Beginn der Krise vorgeprescht und hat es sogar geschafft, die Zahl der Plätze zu verdreifachen. Landrat Michael Fahmüller und die Vorstände der Rottal-Inn-Kliniken, Gerhard Schlegl und Bernd Hirtreiter, waren sich von Anfang an einig, im Zuge des zu erwartenden Bedarfs die entsprechenden Plätze massiv zu erhöhen. So wurde die ursprüngliche Zahl der Intensivplätze mit Beatmungsmöglichkeit von ursprünglich 10 (in Eggenfelden) auf mittlerweile insgesamt 35 erhöht. Dies geschah komplett in Eigenregie.

Dafür wurden alle bisherigen Lieferanten und Netzwerke bereits vor Wochen aktiviert. Wie die Rottal-Inn-Kliniken mitteilen, habe man maximale Unterstützung erhalten, Personell wurden alle Register gezogen und ehemalige Ärzte mit Intensiverfahrung, Pflegekräfte (auch ehem. Intensivmitarbeiter) geschult, weitere Station in EGG als Intensivstation ausgebaut, soweit möglich Anästhesiepersonal (Ärzte u. Pflege) für die Intensiv eingesetzt. Alle arbeiten, so die Kliniken, mit vollem Einsatz und unterstützen sich gegenseitig, was „sehr bewundernswert und nicht selbstverständlich“ sei. Landrat Michael Fahmüller sagt: „Insbesondere um diejenigen, die von der Krankheit am schlimmsten getroffen werden,  müssen wir kämpfen und alles dafür tun, dass sie eine Chance haben, den Virus zu besiegen. Daher bin ich sehr froh, dass es uns in einer gemeinsamen Anstrengung gelungen ist, die Beatmungsplätze massiv aufzustocken.“