Derzeit 160 Fälle im Landkreis – 9 Personen auf Intensivstation

Im Landkreis Rottal-Inn gibt es derzeit 160 Fälle von Corona-Infektionen. Insgesamt 9 Personen befinden sich auf der Intensivstation des Klinikums. Heute werden ca. 100 Personen nach Ablauf ihrer Quarantäne aus der Isolation entlassen

Das Team des Kontakttelefons arbeitet nach wie vor auf Hochtouren, um Kontaktpersonen zu ermitteln und zu informieren. Ein Wettlauf gegen die Zeit, denn je früher Kontaktpersonen von bestätigten Corona-Infizierten in Quarantäne geschickt werden, desto rascher kann die Infektionskette unterbrochen werden.

Durch die Ausbreitung des Virus wird es von Tag zu Tag schwieriger, alle Kontakte zeitnah zu ermitteln und zu informieren. Aber es gelingt dem im Schichtbetrieb arbeitenden Team noch immer. Das ist insbesondere dem System zu verdanken, das im Landkreis schon vor der ersten bestätigten Infektion in stundenlangen abendlichen Besprechungen ausgearbeitet und seitdem laufend optimiert wurde.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Kontakttelefon sind im großen Sitzungssaal untergebracht – da hier im Schichtbetrieb die Besetzung häufig wechselt und auch viele Mitarbeiter immer wieder neu hinzugezogen werden, sind die Arbeitsplätze so weit wie möglich voneinander entfernt. Landrat Michael Fahmüller hat entschieden, für die so dringend notwendige Besetzung des Kontakttelefons auf alle erdenklichen personellen Ressourcen zurückzugreifen. So sitzen hier nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen erdenklichen Abteilungen des Landratsamtes. Auch beispielsweise Schauspielerinnen und Schauspieler sowie weiter Mitarbeiter des Theaters an der Rott packen mit an. Intendant Dr. Uwe Lohr und seine Frau Elke Schwab-Lohr sitzen nehmen ebenfalls regelmäßig den Hörer in die Hand.

Warum ist die Arbeit des Kontaktteams so wichtig? Jeder neue Corona-Patient wird, sobald das positive Testergebnis bekannt ist, angerufen und nach seinen direkten Kontakten befragt. Dabei müssen die Mitarbeiter auch gewissenhaft abschätzen, ob die von den Betroffenen beschriebenen Kontakte für eine mögliche Infektion ausgereicht haben oder ob diese Gefahr auszuschließen ist. Dann beginnt erst die richtige Arbeit: Von den Personen, die als Kontaktpersonen erster Kategorie eingestuft werden, müssen die Telefonnummern ermittelt werden. Sie werden angerufen und darüber informiert, dass sie Kontakt zu einem Infizierten hatten und deshalb vorübergehend in Quarantäne müssen, sowie darüber, dass das mobile Testteam des Gesundheitsamtes am Landratsamt Rottal-Inn bei ihnen zu Hause vorbei kommt, um einen Abstrich zu nehmen. Die ganz überwiegende Zahl der Angerufenen reagiert in der Regel sehr ruhig und vernünftig auf diese Nachricht. Der ein oder andere Unvernünftige ist natürlich auch dabei, was dem jeweiligen Mitarbeiter am Telefon – gerade wenn die Schicht schon etwas länger andauert – durchaus einen starken Geduldsfaden abfordert.

Das Team am Kontakttelefon arbeitet weiter. Jedem ist klar, worum es geht. Jedem ist klar, dass er maßgeblich daran mitarbeitet, die Infektionsketten zu unterbrechen und so einen sprunghaften Anstieg der Infektionen zu vermeiden – insbesondere um den Kliniken eine Chance zu geben, all denjenigen Menschen helfen zu können, bei denen die Krankheit einen schwereren Verlauf nimmt. Dieses Wissen entschädigt ein wenig für die manchmal erschöpfende Tätigkeit.

Der Intendant des Theaters an der Rott, Dr. Uwe Lohr, am Kontakttelefon